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Willkommen

am Institut für Ökonometrie und Statistik

Trauer um Professor Dr. Friedrich Schmid

Das Institut für Ökonometrie und Statistik der Universität zu Köln trauert um
Professor Dr. Friedrich Schmid, der von 1992 bis 2012 den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialstatistik innehatte und am 19. Juni 2022 verstorben ist.


Friedrich (Fritz) Schmid wurde am 24. Januar 1947 in München geboren. An der dortigen Ludwig-Maximilians-Universität erhielt er seine Ausbildung in mathematischen und statistischen Methoden. Seine berufliche Laufbahn begann Schmid 1973 an der Professur für Statistik und mathematische Methoden der Wirtschaftswissenschaften der Universität der Bundeswehr (Helmut Schmidt Universität) Hamburg, Nach Promotion und Habilitation wurde er 1982 auf eine Professur für Statistik an der Universität Hamburg berufen. Zehn Jahre später wechselte er als Nachfolger von Karl-August Schäffer an die Universität zu Köln, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2012 lehrte und forschte.

Fritz Schmidt war ein engagierter und motivierender akademischer Lehrer. Mit Lust und didaktischen Geschick hat er zahlreichen Studierenden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften das Fach Statistik nahe gebracht. Pro Jahr waren es weit über 1000 Anfänger, im Haupt- und Masterstudium dann bis zu 100. Seine Devise war es, die Dinge so einfach wie möglich (aber nicht einfacher!) darzustellen, so dass auch jemand, der mit Statistik zunächst nichts im Sinne hatte, die Grundgedanken der Methode verstünde. Für seine Studierenden hat er sich stets fachlich und menschlich eingesetzt und ganz besonders für seine zahlreichen Doktoranden.

Als Wissenschaftler hat Fritz Schmid weit über Köln hinaus gewirkt. Schon früh hat er die Möglichkeiten der aufkommenden Computational Statistics erkannt und dazu international publiziert. Sein Hauptinteresse als Forscher galt den nichtparametrischen statistischen Methoden, insbesondere den multivariaten, und ihren Anwendungen in der Finanzökonometrie. Speziell zur Modellierung und Schätzung von Abhängigkeiten hat er vielzitierte Arbeiten über Assoziationsmaße, die auf Copulas basieren, veröffentlicht. Ein weiterer langjähriger Forschungsschwerpunkt war die Messung ökonomischer Ungleichheit. Sein letzter Aufsatz zur mehrdimensionalen Ungleichheit (gemeinsam mit seinem Schüler Oliver Grothe) wird posthum im Journal of Economic Inequality erscheinen.

Fritz Schmid war ein ausgesprochen liebenswürdiger Mensch, vielfältig in seinen Interessen, unabhängig im Urteil, fähig zu echter Freundschaft, der aber auch gerne allein seinen Weg ging. Er war ganz Wissenschaftler und Gelehrter, aber nicht nur das: Fritz war ein Mann der Kultur, ein Liebhaber und Kenner des Theaters und der Museen, ein Sammler von Kunst und Büchern. Selber spielte er hervorragend Klavier und Cembalo bis zuletzt, am liebsten Bach und Chopin.

So werden ihn seine Schüler und Kollegen dankbar in Erinnerung behalten.


Juli 2022

Karl Mosler

 

 

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