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Glossar zur Bevölkerungs- und Erwerbsstatistik

Vorbemerkung

Dieses Glossar enthält ausgewählte Grundbegriffe eines Teiles der Wirtschaftsstatistik, der Bevölkerungs- und Erwerbsstatistik - ergänzt um einige mehr statistisch methodische Begriffe. Die Darstellung kann Studierenden, aber auch Praktikern zum Nachschlagen ausgewählter Begriffe dienen, die das Gerüst zum Aufbau dieses Teiles der Wirtschaftsstatistik bilden und deren Kenntnis eine notwendige Voraussetzung zum Verständnis der Zusammenhänge dieses Gebietes und weiterer Bereiche der Wirtschaftswissenschaften ist.

Die Begriffserläuterungen beruhen in erster Linie auf Definitionen des Statistischen Bundesamtes und sind nicht notwendigerweise international in derselben Weise üblich. Die Benutzung der lexikographischen Darstellung soll durch einige Hinweise erleichtert werden.

Die Begriffe beziehen sich sehr häufig auf einen Zeitpunkt oder einen Zeitraum und ein regional abgegrenztes Gebiet. Auf diese allgemeinen Angaben wurde der Übersichtlichkeit halber verzichtet. Bei den einzelnen Stichworten stand die Möglichkeit der Erfassung oder der Berechnung der jeweiligen Größe durch den Anwender und weniger die strenge Definition im Vordergrund; soweit es sinnvoll und notwendig erschien, wurde eine übliche Interpretation der erläuterten Größe angeschlossen. Aus Adjektiv und Substantiv bestehende Begriffe sind in der Regel unter dem Substantiv eingeordnet. Ein Link bzw. ein durch "siehe" ergänzter Link verweist auf an anderer Stelle definierte Größen; auf Formeln wurde grundsätzlich verzichtet. Bei methodisch geprägten Begriffen wurde in Klammern ein Beispiel hinzugefügt. Soweit für eine Größe verschiedene Begriffe synonym benutzt werden, wird durch "Syn." bzw. "Syn. für" darauf verwiesen.

Die Datei läßt sich ausdrucken, sie kann ebenfalls als html-Datei abgespeichert werden und dann sowohl interaktiv zum Nachschlagen als auch zum Wiederholen der Begriffe Verwendung finden. Jegliche Nutzung ist nur zum privaten Gebrauch gestattet.

Definitionen in der Wirtschaftsstatistik sind nicht zuletzt aufgrund der Globalisierung teilweise einem Wandel unterworfen. Die vorliegende Datei ist auf dem Stand von 1997 erarbeitet und seitdem nicht aktualisiert worden.

Quelle: Bomsdorf, Eckart: Deskriptive Statistik. Mit einem Anhang zur Bevölkerungs- und Erwerbsstatistik. 9. Auflage, Lohmar - Köln 1997, S. 175ff.

Copyright: 1997 Eckart Bomsdorf, Köln. Alle Rechte vorbehalten.

Glossar

A-Z

A   B   D   E   F   G    H   I   K   L    M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z

A

ABHÄNGIGE ERWERBSPERSONEN

ABWANDERUNGEN

ANGESTELLTE

ARBEITER

ARBEITNEHMER

ARBEITSKRÄFTEKONZEPT

ARBEITSKRÄFTEPOTENTIAL

ARBEITSLOSE

ARBEITSLOSENQUOTE

ARBEITSSTÄTTEN

ARBEITSSTÄTTENZÄHLUNG

AUSLÄNDER

AUSZUBILDENDE

B

BEAMTE

BERUFSZÄHLUNG

BESTANDSGRÖSSE

BEVÖLKERUNG

BEVÖLKERUNGSBESTAND

BEVÖLKERUNGSBEWEGUNG

BEVÖLKERUNGSDICHTE

BEVÖLKERUNGSFORTSCHREIBUNG

BEVÖLKERUNGSPROGNOSE

BEVÖLKERUNGSPYRAMIDE

BEVÖLKERUNGSSTAND

BEWEGUNGSGRÖSSE

BEZIEHUNGSZAHL

BRUTTOREPRODUKTIONSRATE

D

DURCHSCHNITTLICHE (FERNERE) LEBENSERWARTUNG

E

ERHEBUNGSMERKMAL

ERWERBSKONZEPT

ERWERBSLOSE

ERWERBSLOSENQUOTE

ERWERBSPERSONEN

ERWERBSPERSONENKONZEPT

ERWERBSQUOTE

ERWERBSTÄTIGE

ERWERBSTÄTIGENQUOTE

F

FAMILIEN

FAMILIENSTANDSQUOTEN

FERTILITÄT

FERTILITÄTSRATE

FORTZÜGE

FRUCHTBARKEITSRATE

FRUCHTBARKEITSZIFFER

G

GEBÄUDE- UND WOHNUNGSZÄHLUNG

GEBURTENDEFIZIT

GEBURTENRATE

GEBURTENÜBERSCHUSS

GEBURTENÜBERSCHUSSRATE

GEBURTENZIFFER

GENERATIONENSTERBETAFEL

GESCHLECHTERVERHÄLTNIS

GLIEDERUNGSZAHL

H

HEIRATSZIFFER LEDIGER

HILFSMERKMAL

I

INDEX DER GESAMTFRUCHTBARKEIT

K

KENNGRÖSSE

KONZEPT DER TÄTIGKEITSFÄLLE

KONZEPTE DER ERWERBSTÄTIGKEIT

KURZARBEITER

L

LABOUR-FORCE-KONZEPT

LÄNGSSCHNITTBETRACHTUNG

LÄNGSSCHNITTSTERBETAFEL

LEBENSERWARTUNG EINES NEUGEBORENEN

M

MESSZAHL

MIGRATION

MIKROZENSUS

MITHELFENDE FAMILIENANGEHÖRIGE

MORTALITÄT

N

NETTOREPRODUKTIONSRATE

NETTOWANDERUNG

NICHTERWERBSPERSONEN

NOMENKLATUR

O

OFFENE STELLEN

P

PERIODENSTERBETAFEL

PRIMÄRSTATISTIK

PRIVATE HAUSHALTE

Q

QUERSCHNITTBETRACHTUNG

QUERSCHNITTSTERBETAFEL

QUOTE

QUOTE DER OFFENEN STELLEN

R

RATE

REPRODUKTIONSRATE

S

SÄUGLINGSSTERBLICHKEITSRATE

SCHEIDUNGSHÄUFIGKEIT

SEKUNDÄRSTATISTIK

SELBSTÄNDIGE

STERBERATE

STERBETAFEL

STERBEWAHRSCHEINLICHKEIT

STERBEZIFFER

STICHPROBE

T

TEILERHEBUNG

TODESRATE

TOTALERHEBUNG

U

ÜBERLEBENSWAHRSCHEINLICHKEIT

UNTERHALTSKONZEPT

V

VERHÄLTNISZAHL

VOLKSZÄHLUNG

VOLKS- UND BERUFSZÄHLUNG

VOLKS-, BERUFS-, GEBÄUDE-, WOHNUNGS- UND ARBEITSSTÄTTENZÄHLUNG VOM 25.05.1987Bevölkerungs- und ErwerbsstatistikBevölkerungs- und Erwerbsstatistik

VOLLERHEBUNG

W

WANDERUNGEN

WANDERUNGSDEFIZIT

WANDERUNGSRATE

WANDERUNGSÜBERSCHUSS

WOHNBEVÖLKERUNG

WOHNUNGSZÄHLUNG

Z

ZIFFER

ZUWANDERUNGEN

ZUZÜGE

A

ABHÄNGIGE ERWERBSPERSONEN

Personen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen (Beamte, Angestellte, Arbeiter, Auszubildende) und Erwerbslose. Bei der Berechnung der Arbeitslosenquote werden statt der Erwerbslosen die Arbeitslosen einbezogen.

ABWANDERUNGEN

Anzahl der Personen, die sich aus einem regional abgegrenzten Gebiet (z. B. Gemeinde, Bundesland, Bundesgebiet) abmelden. Syn.: Fortzüge.

ANGESTELLTE

Nichtbeamtete Gehaltsempfänger. Bei sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern alle Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung der Angestellten versichert sind.

ARBEITER

Alle Lohnempfänger. Bei sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern alle Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeiter versichert sind.

ARBEITNEHMER

Angestellte, Arbeiter, Auszubildende.

-sozialversicherungspflichtig beschäftigte ~:

Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenversicherung oder Arbeitslosenversicherung pflichtversichert sind oder für die Beitragsteile zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden.

ARBEITSKRÄFTEKONZEPT

Umfaßt bis auf die mithelfenden Familienangehörigen, die weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten, dieselben Personen wie das Erwerbskonzept. Syn.: Labour-Force-Konzept.

ARBEITSKRÄFTEPOTENTIAL

Alle Personen im arbeitsfähigen Alter (15 bis unter 65 Jahre).

ARBEITSLOSE

Personen unter 65 Jahren ohne - abgesehen von einer geringfügigen Beschäftigung - Arbeitsverhältnis, die als Arbeitsuchende beim Arbeitsamt gemeldet sind, für eine Arbeitsaufnahme sofort zur Verfügung stehen und eine Beschäftigung von mindestens 18 Stunden pro Woche für mehr als 3 Monate suchen. Nicht gleichbedeutend mit Erwerbslosen.

ARBEITSLOSENQUOTE

Mit 100 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Arbeitslosen und der Anzahl der (abhängigen) zivilen Erwerbspersonen; prozentualer Anteil der Arbeitslosen an den (abhängigen) zivilen Erwerbspersonen.

ARBEITSSTÄTTEN

Örtliche Einheiten, in denen mindestens eine Person haupt- oder nebenberuflich tätig ist.

ARBEITSSTÄTTENZÄHLUNG

Bestandsaufnahme der Arbeitsstätten und Unternehmen; insbesondere werden Angaben über Zahl und Größe der Arbeitsstätten, über die dort tätigen Personen und über die Summe der gezahlten Löhne und Gehälter erfaßt. Die Arbeitsstättenzählung 1987 fand im Rahmen der Volks- Berufs-, Gebäude-, Wohnungs- und Arbeitsstättenzählung vom 25.05.1987 statt.

AUSLÄNDER

Alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 Grundgesetz sind.

AUSZUBILDENDE

Personen, die in praktischer Berufsausbildung stehen. Sofern sie nicht gesondert nachgewiesen werden, sind sie je nach Ausbildungsberuf in den Zahlen der Angestellten bzw. der Arbeiter enthalten.

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B

BEAMTE

Personen in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis des Bundes, der Länder, der Gemeinden und sonstiger Körperschaften des öffentlichen Rechts, Richter, Soldaten, Geistliche der Katholischen Kirche und der zur Evangelischen Kirche in Deutschland gehörenden Kirchen.

BERUFSZÄHLUNG

Siehe Volks- und Berufszählung.

BESTANDSGRÖSSE

Zeitpunktbezogene Größe (z. B. Arbeitslose am 31.12. 1997).

BEVÖLKERUNG

Zur Bevölkerung einer Gemeinde zählen - unabhängig von der Staatsangehörigkeit - alle Personen, die an diesem Ort ihre alleinige oder ihre Hauptwohnung haben. Hauptwohnung ist die vorwiegend genutzte Wohnung des Einwohners. Die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland setzt sich aus den Bevölkerungen ihrer Gemeinden zusammen. Siehe Wohnbevölkerung.

Zur Bevölkerung zählen nicht die Angehörigen der ausländischen Stationierungsstreitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen mit ihren Familienangehörigen.

BEVÖLKERUNGSBESTAND

Syn. für Bevölkerungsstand.

BEVÖLKERUNGSBEWEGUNG

Veränderung des Bevölkerungsstandes.

- natürliche ~:

Komponenten der natürlichen Bevölkerungsbewegung sind die Fertilität und die Mortalität; einbezogen werden auch die Eheschließungen und Ehelösungen.

- räumliche ~:

Komponente der räumlichen Bevölkerungsbewegung ist die Migration.

BEVÖLKERUNGSDICHTE

Quotient aus dem Bevölkerungsstand einer Region und der Fläche dieser Region; Anzahl der Einwohner pro Flächeneinheit.

BEVÖLKERUNGSFORTSCHREIBUNG

Die Ermittlung der aktuellen Bevölkerung erfolgt ausgehend von einem früheren Bevölkerungsstand durch Addition der zwischenzeitlich erfolgten Zugänge (Lebendgeborene, Zuzüge) und Subtraktion der zwischenzeitlich erfolgten Abgänge (Gestorbene, Fortzüge).

BEVÖLKERUNGSPROGNOSE

Prognose der Bevölkerungsentwicklung, u. a. nach der

- Methode der Wachstumsmodelle:

Verwendung verschiedener Wachstumsfunktionen,

- Komponentenmethode:

Jahrgangsweise Fortschreibung der Bevölkerung unter direkter Berücksichtigung der alters- und geschlechtsspezifischen Mortalität sowie der altersspezifischen Fertilität. Siehe Bevölkerungsfortschreibung.

BEVÖLKERUNGSPYRAMIDE

Graphische Darstellung einer Bevölkerung nach Alter und Geschlecht. Sieht man vom Wanderungsverhalten der Bevölkerung ab und unterstellt eine vorgegebene, nicht von besonderen Einflüssen geprägte Mortalität, so gelangt man ausgehend von unterschiedlichen Annahmen über die Entwicklung der Geborenenzahl zu sogenannten idealtypischen Formen der Bevölkerungspyramide:

  • glockenförmiger Altersaufbau, falls Geborenenzahl jährlich (annähernd) konstant ist,
  • pyramidenförmiger Altersaufbau, falls Geborenenzahl jährlich zunimmt,
  • urnenförmiger Altersaufbau, falls Geborenenzahl jährlich abnimmt.

BEVÖLKERUNGSSTAND

Umfang der Bevölkerung. Syn.: Bevölkerungsbestand.

- durchschnittlicher ~:

Jahresdurchschnitt: Mittelwert aus 12 Monatsdurchschnitten eines Jahres.

Monatsdurchschnitt: Mittelwert aus Bevölkerungsstand am Anfang und am Ende eines Monats.

BEWEGUNGSGRÖSSE

Zeitraumbezogene Größe (z. B. Lebendgeborene im Jahr 1997).

BEZIEHUNGSZAHL

Quotient von zwei sachlich verschiedenen, in sinnvoller Beziehung zueinander stehenden Kenngrößen für dieselbe Menge von Einheiten (z. B. Gewinn eines Wirtschaftszweiges 1997 durch Umsatz desselben Wirtschaftszweiges 1997).

BRUTTOREPRODUKTIONSRATE

Summe der einjährigen altersspezifischen Fruchtbarkeitsziffern, bei denen nur Geborene weiblichen Geschlechts berücksichtigt werden; Anzahl der lebendgeborenen Mädchen, die von 1000 Frauen einer Generation beim Durchlaufen des Alters von 15 bis unter 45 Jahren bei vorgegebener Fertilität der Mütter - ohne Berücksichtigung der Mortalität - geboren werden. Siehe Nettoreproduktionsrate.

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D

DURCHSCHNITTLICHE (FERNERE) LEBENSERWARTUNG

Anzahl von Jahren, die eine Person vorgegebenen Alters aufgrund der bekannten Mortalität der Bevölkerung durchschnittlich noch leben wird. Siehe Sterbetafel.

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E

ERHEBUNGSMERKMAL

Bei einer Erhebung erfaßtes Merkmal, das zur statistischen Verwendung bestimmt ist (bei der Volkszählung z. B. die Staatsangehörigkeit). Siehe Hilfsmerkmal.

ERWERBSKONZEPT

Konzept zur Erfassung der Bevölkerung nach ihrer Beteiligung am Erwerbsleben in der amtlichen Statistik. Erwerbspersonen setzen sich danach aus Erwerbstätigen und Erwerbslosen zusammen. Mit den Nichterwerbspersonen ergeben sie die Bevölkerung. Syn.: Erwerbspersonenkonzept, Konzept der am Erwerbsleben Beteiligten.

ERWERBSLOSE

Personen, die keine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, aber eine solche Tätigkeit suchen, unabhängig davon, ob sie beim Arbeitsamt als Arbeitslose gemeldet sind. Siehe Erwerbspersonen, Erwerbstätige, Konzepte der Erwerbstätigkeit.

ERWERBSLOSENQUOTE

Mit 100 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Erwerbslosen und der Anzahl der abhängigen Erwerbspersonen; prozentualer Anteil der Erwerbslosen an den abhängigen Erwerbspersonen.

ERWERBSPERSONEN

Alle Personen mit Wohnsitz im Bundesgebiet, die eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen, unabhängig von der Höhe des Ertrages dieser Tätigkeit und der Arbeitszeit. Bei den Erwerbspersonen unterscheidet man Erwerbstätige und Erwerbslose. Erwerbspersonen und Nichterwerbspersonen zusammen ergeben die Bevölkerung. Siehe abhängige Erwerbspersonen.

ERWERBSPERSONENKONZEPT

Syn. für Erwerbskonzept.

ERWERBSQUOTE

Mit 100 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Erwerbspersonen und dem Bevölkerungsstand; prozentualer Anteil der Erwerbspersonen an der Bevölkerung.

- altersspezifische ~:

Erwerbsquote, bei der sich Zähler- und Nennergröße auf Personen desselben Alters beziehen.

- geschlechtsspezifische ~:

Erwerbsquote, bei der sich Zähler- und Nennergröße auf Personen desselben Geschlechts beziehen.

ERWERBSTÄTIGE

Personen, die eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Siehe Erwerbslose, Erwerbspersonen, Konzepte der Erwerbstätigkeit.

ERWERBSTÄTIGENQUOTE

Mit 100 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Erwerbstätigen und dem Bevölkerungsstand; prozentualer Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung.

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F

FAMILIEN

Ehepaare bzw. alleinerziehende Mütter oder Väter, die mit ihren ledigen Kindern zusammenleben, Ehepaare ohne Kinder, verheiratete Getrenntlebende, Verwitwete, Geschiedene.

FAMILIENSTANDSQUOTEN

- alters- und geschlechtsspezifische ~:

Mit 100 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der ledigen (verheirateten, verwitweten, geschiedenen) Frauen bzw. Männer vorgegebenen Alters und der Anzahl der Frauen bzw. Männer dieses Alters insgesamt; prozentualer Anteil der ledigen (verheirateten, verwitweten, geschiedenen) Frauen bzw. Männer eines Alters an allen Frauen bzw. Männern desselben Alters.

FERTILITÄT

Fruchtbarkeit einer Bevölkerung. Siehe Fruchtbarkeitsziffer, Geburtenziffer.

FERTILITÄTSRATE

Syn. für Fruchtbarkeitsziffer.

FORTZÜGE

Syn. für Abwanderungen.

FRUCHTBARKEITSRATE

Syn. für Fruchtbarkeitsziffer.

- totale ~:

Syn. für zusammengefaßte Geburtenziffer.

FRUCHTBARKEITSZIFFER

- allgemeine ~:

Mit 1000 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Lebendgeborenen und der Anzahl der Frauen im Alter von 15 bis unter 45 Jahren (teilweise Anzahl der Frauen im Alter von 15 bis unter 50 Jahren); Anzahl der Lebendgeborenen je 1000 Frauen im Alter von 15 bis unter 45 (50) Jahren.

- altersspezifische ~:

Syn. für altersspezifische Geburtenziffer.

- standardisierte ~:

Gewogene Summe der altersspezifischen Geburtenziffer. Die Gewichte ergeben sich jeweils als Quotient aus der Anzahl der Frauen eines vorgegebenen Alters und der Gesamtzahl der Frauen im Alter von 15 bis unter 45 Jahren, wobei ein realer oder ein fiktiver Altersaufbau zugrundegelegt wird. Beim Vergleich von standardisierten Fruchtbarkeitsziffern, die unter Verwendung derselben Gewichte berechnet werden, werden im Gegensatz zum Vergleich allgemeiner Fruchtbarkeitsziffern Unterschiede in der Altersstruktur ausgeschaltet.

- zusammengefaßte ~:

Syn. für zusammengefaßte Geburtenziffer.

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G

GEBÄUDE- UND WOHNUNGSZÄHLUNG

Bestandsaufnahme der Gebäude und Wohnungen; insbesondere werden Angaben über Gebäudeart und Baujahr des Gebäudes, Größe, Ausstattung und Miethöhe der Wohnung(en) erfaßt. Die Gebäude- und Wohnungszählung 1987 fand im Rahmen der Volks-, Berufs-, Gebäude-, Wohnungs- und Arbeitsstättenzählung vom 25.05.1987 statt.

GEBURTENDEFIZIT

Siehe Geburtenüberschuß.

GEBURTENRATE

Syn. für Geburtenziffer.

GEBURTENÜBERSCHUSS

Differenz zwischen der Anzahl der Lebendgeborenen und der Anzahl der Gestorbenen; falls die Differenz negativ ist, wird auch von Geburtendefizit gesprochen.

GEBURTENÜBERSCHUSSRATE

Mit 1000 multiplizierter Quotient aus dem Geburtenüberschuß und dem durchschnittlichen Bevölkerungsstand; Geburtenüberschuß je 1000 Einwohner.

GEBURTENZIFFER

- allgemeine ~:

Mit 1000 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Lebendgeborenen und dem durchschnittlichen Bevölkerungsstand; Anzahl der Lebendgeborenen je 1000 Einwohner. Syn.: allgemeine Geburtenrate.

- altersspezifische ~:

Mit 1000 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Lebendgeborenen der Mütter vorgegebenen Alters und der Anzahl der Frauen dieses Alters; Anzahl der Lebendgeborenen der Mütter vorgegebenen Alters je 1000 Frauen dieses Alters. Syn.: altersspezifische Fruchtbarkeitsziffer.

- Summe der einjährigen altersspezifischen ~:

Syn.: zusammengefaßte Geburtenziffer, totale Fruchtbarkeitsrate, zusammengefaßte Fruchtbarkeitsziffer, Index der Gesamtfruchtbarkeit.

- zusammengefaßte ~:

Syn. für Summe der einjährigen altersspezifischen Geburtenziffern.

GENERATIONENSTERBETAFEL

Sterbetafel, bei der die Sterblichkeitsverhältnisse eines realen Geburtsjahrgangs in einem Beobachtungszeitraum von 100 Jahren dargestellt werden. Syn.: Längsschnittsterbetafel. Siehe Periodensterbetafel.

GESCHLECHTERVERHÄLTNIS

Mit 1000 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Frauen und der Anzahl der Männer; Anzahl der Frauen auf 1000 Männer.

- altersspezifisches ~:

Mit 1000 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Frauen eines vorgegebenen Alters und der Anzahl der Männer desselben Alters; Anzahl der Frauen eines Alters je 1000 Männer desselben Alters.

GLIEDERUNGSZAHL

Quotient einer nichtnegativen Kenngröße für eine Teilmenge zu der entsprechenden Kenngröße für die Gesamtmenge von Einheiten (Anteil der Frauen an der Bevölkerung). Siehe Quote.

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H

HEIRATSZIFFER LEDIGER

- altersspezifische ~:

Mit 1000 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der eheschließenden Ledigen vorgegebenen Alters und der Anzahl der Ledigen desselben Alters; eheschließende Ledige eines Alters je 1000 Ledige desselben Alters.

HILFSMERKMAL

Merkmal, das nur der technischen Durchführung einer Erhebung dient (bei der Volkszählung z. B. der Name). Siehe Erhebungsmerkmal.

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I

INDEX DER GESAMTFRUCHTBARKEIT

Syn. für zusammengefaßte Geburtenziffer.

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K

KENNGRÖSSE

- statistische ~:

Zahlenwert, der einer Menge von Einheiten aufgrund eines Merkmals zugeordnet wird (Umsatz aller Unternehmen eines Wirtschaftszweiges 1997).

KONZEPT DER TÄTIGKEITSFÄLLE

Erfaßt die Zahl der in Betrieben Beschäftigten (Tätigkeitsfälle) unabhängig von der geleisteten Arbeitszeit.

KONZEPTE DER ERWERBSTÄTIGKEIT

Prinzipien zur Erfassung der Erwerbstätigkeit: Arbeitskräftekonzept, Arbeitskräftepotential, Erwerbskonzept, Konzept der Tätigkeitsfälle, Unterhaltskonzept.

KURZARBEITER

Erwerbstätige, die Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. Ein Anspruch besteht, wenn in einem Betrieb ein unvermeidbarer, vorübergehender Arbeitsausfall eintritt, der beim Arbeitsamt angezeigt wurde.

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L

LABOUR-FORCE-KONZEPT

Syn. für Arbeitskräftekonzept.

LÄNGSSCHNITTBETRACHTUNG

Betrachtung der zeitlichen Entwicklung eines Merkmals (z. B. Bevölkerungsstand in der Bundesrepublik Deutschland 1970 bis 1997). Siehe Querschnittbetrachtung.

LÄNGSSCHNITTSTERBETAFEL

Syn. für Generationensterbetafel.

LEBENSERWARTUNG EINES NEUGEBORENEN

Durchschnittliche fernere Lebenserwartung eines Neugeborenen.

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M

MESSZAHL

Quotient aus zwei sachlich übereinstimmenden Kenngrößen, die sich auf zeitlich oder räumlich voneinander verschiedene Mengen von Einheiten beziehen  (Bevölkerungsstand der Bundesrepublik Deutschland am 31.12.1997 durch Bevölkerungsstand der Bundesrepublik Deutschland am 31.12.1990).

MIGRATION

Wanderungsverhalten einer Bevölkerung. Siehe Wanderungen.

MIKROZENSUS

Jährliche Repräsentativerhebung über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt. Die interessierenden Merkmale werden bei privaten Haushalten mit unterschiedlicher Periodizität und unterschiedlichem Auswahlsatz (maximal 1%) erhoben.

MITHELFENDE FAMILIENANGEHÖRIGE

Familienangehörige, die in einem Betrieb, der von einem Familienangehörigen als Selbständigem geleitet wird, mithelfen, ohne hierfür Lohn oder Gehalt zu erhalten und ohne daß für sie Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden.

MORTALITÄT

Sterblichkeit einer Bevölkerung. Siehe Sterbetafel, Sterbeziffer.

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N

NETTOREPRODUKTIONSRATE

Unter Verwendung der Überlebenswahrscheinlichkeiten neugeborener Mädchen gebildete Summe der einjährigen altersspezifischen Fruchtbarkeitsziffern, bei denen nur Geborene weiblichen Geschlechts berücksichtigt werden; Anzahl der lebendgeborenen Mädchen, die von 1000 Frauen einer Generation bei gegebener Fertilität und Mortalität geboren werden. Eine Rate von (unter, über) 1000 gibt vereinfacht gesagt an, daß der Bevölkerungsstand gleichbleibt (schrumpft, wächst). Die Nettoreproduktionsrate wird auch als durch 1000 dividierte wie oben berechnete Summe angegeben. Ein Wert von 1 bedeutet dann, daß eine Frauengeneration durch die von diesen Frauen lebendgeborenen Töchter zahlenmäßig ersetzt wird. Siehe Bruttoreproduktionsrate.

NETTOWANDERUNG

Differenz zwischen Zuwanderungen und Abwanderungen. Syn.: Wanderungsüberschuß; falls negativ, auch Wanderungsdefizit.

NICHTERWERBSPERSONEN

Alle Personen mit Wohnsitz im Bundesgebiet, die keine Erwerbspersonen sind, d. h. keine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen.

NOMENKLATUR

Gesamtheit der Benennungen eines Fachgebiets.

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O

OFFENE STELLEN

Zu besetzende Arbeitsplätze, die Arbeitgeber dem Arbeitsamt gemeldet haben. Siehe Quote der offenen Stellen.

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P

PERIODENSTERBETAFEL

Übliche Form der Sterbetafel, bei der im Gegensatz zur Generationensterbetafel ein fiktiver Jahrgang von 100000 männlichen oder weiblichen Personen unter Berücksichtigung alters- und geschlechtsspezifischer Sterbe- bzw. Überlebenswahrscheinlichkeiten eines Bevölkerungsquerschnitts fortgeschrieben wird. Syn.: Querschnittsterbetafel.

PRIMÄRSTATISTIK

Statistik, deren Datenmaterial eigens für den jeweiligen Verwendungszweck erhoben wurde. Siehe Sekundärstatistik.

PRIVATE HAUSHALTE

Personen, die allein wohnen und wirtschaften (Einpersonenhaushalte) sowie zusammen wohnende und wirtschaftende Personengemeinschaften (Mehrpersonenhaushalte).

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Q

QUERSCHNITTBETRACHTUNG

Betrachtung eines Merkmals zu einem Zeitpunkt bzw. in einem Zeitraum bei verschiedenen Merkmalsträgern (z. B. Bevölkerungsstand 1997 in den einzelnen Bundesländern). Im Gegensatz zur Längsschnittbetrachtung steht der Vergleich zwischen den Merkmalsträgern im Vordergrund.

QUERSCHNITTSTERBETAFEL

Syn. für Periodensterbetafel.

QUOTE

Meist mit 100 multiplizierte und somit in Prozent angegebene Gliederungszahl (z. B. Arbeitslosenquote, Ausnahme: Quote der offenen Stellen).

QUOTE DER OFFENEN STELLEN

Mit 100 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der offenen Stellen und der Anzahl der abhängigen Erwerbspersonen.

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R

RATE

In der Bevölkerungsstatistik häufig im Sinne von Ziffer gebraucht (z. B. Geburtenziffer), sonst als relative oder prozentuale Veränderung einer Größe zu verstehen.

REPRODUKTIONSRATE

Größe, die ohne Berücksichtigung von Wanderungen mißt, wieweit die gegenwärtige Fertilität einer Bevölkerung ausreicht, um den Bevölkerungsstand zu erhalten, oder welche Veränderung zu erwarten ist. Siehe Bruttoreproduktionsrate, Nettoreproduktionsrate.

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S

SÄUGLINGSSTERBLICHKEITSRATE

Mit 1000 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der im ersten Lebensjahr Gestorbenen und der Anzahl der Lebendgeborenen; Anzahl der im ersten Lebensjahr Gestorbenen je 1000 Lebendgeborene.

SCHEIDUNGSHÄUFIGKEIT

Mit 10000 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Ehescheidungen und dem durchschnittlichen Bevölkerungsstand bzw. aus der Anzahl der Ehescheidungen und der Anzahl der bestehenden Ehen; Anzahl der Ehescheidungen je 10000 Einwohner bzw. je 10000 bestehender Ehen.

SEKUNDÄRSTATISTIK

Statistik, deren Datenmaterial ursprünglich für einen anderen Zweck erhoben wurde, als den, für den es eingesetzt wird. Siehe Primärstatistik.

SELBSTÄNDIGE

Personen, die einen Betrieb oder eine Arbeitsstätte als Eigentümer oder Pächter leiten, freiberuflich Tätige und Hausgewerbetreibende.

STERBERATE

Syn. für Sterbeziffer.

STERBETAFEL

Protokoll der Sterblichkeitsverhältnisse eines auf 100000 Personen normierten Geburtsjahrgangs während eines 100 Jahre dauernden Zeitraumes. Gibt für jedes Alter (Jahr) neben der Zahl der Gestorbenen bzw. der Überlebenden u. a. die einjährige Sterbewahrscheinlichkeit und Überlebenswahrscheinlichkeit sowie die durchschnittliche Lebenserwartung an.

Man unterscheidet Generationen- und Periodensterbetafeln. Üblich sind nach männlicher und weiblicher Bevölkerung getrennt aufgestellte Sterbetafeln.

STERBEWAHRSCHEINLICHKEIT

- altersspezifische ~:

Wahrscheinlichkeit dafür, daß eine Person im Alter von genau x Jahren vor Vollendung des Alters von x+s Jahren stirbt (s = 1, 2,...).

- einjährige ~:

Wahrscheinlichkeit dafür, daß eine Person im Alter von genau x Jahren vor Ablauf eines Jahres stirbt.

Da diese Wahrscheinlichkeiten für die Geschlechter unterschiedlich sind, werden geschlechtsspezifische Sterbewahrscheinlichkeiten ermittelt. Die Berechnung erfolgt unter Verwendung von Sterbeziffern. Siehe Sterbetafel, Überlebenswahrscheinlichkeit.

STERBEZIFFER

- allgemeine ~:

Mit 1000 multiplizierter Quotient aus der Anzahl der Gestorbenen und dem durchschnittlichen Bevölkerungsstand; Anzahl der Gestorbenen je 1000 Einwohner. Syn.: rohe Sterbeziffer, allgemeine Sterberate, rohe Sterberate, rohe Todesrate.

- altersspezifische ~:

Sterbeziffer, bei der sich im Gegensatz zur allgemeinen Sterbeziffer Zähler- und Nennergröße auf Personen desselben Alters beziehen; Syn.: altersspezifische Sterberate, altersspezifische Todesrate. Spezialfall: Säuglingssterblichkeitsrate.

- alters- und geschlechtsspezifische ~:

Sterbeziffer, bei der sich Zähler- und Nennergröße auf Personen desselben Geschlechts und desselben Alters beziehen.

- geschlechtsspezifische ~:

Sterbeziffer, bei der sich im Gegensatz zur allgemeinen Sterbeziffer Zähler- und Nennergröße auf Personen desselben Geschlechts beziehen. Syn.: geschlechtsspezifische Sterberate, geschlechtsspezifische Todesrate.

- rohe ~:

Syn. für allgemeine Sterbeziffer.

- standardisierte ~:

Gewogene Summe der altersspezifischen Sterbeziffern. Die Gewichte ergeben sich jeweils als Quotient aus der Anzahl der Personen eines vorgegebenen Alters und dem zugehörigen Bevölkerungsstand, wobei ein realer oder ein fiktiver Altersaufbau zugrundegelegt wird. Sie kann auch geschlechtsspezifisch ermittelt werden.

Syn.: Sterberate, Todesrate.

STICHPROBE

Erhebung, bei der die zu erhebenden Merkmale nur von einem Teil der interessierenden Einheiten erfragt werden (z. B. Mikrozensus). Syn.: Teilerhebung. Siehe Vollerhebung.

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T

TEILERHEBUNG

Syn. für Stichprobe.

TODESRATE

Syn. für Sterbeziffer.

TOTALERHEBUNG

Syn. für Vollerhebung.

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U

ÜBERLEBENSWAHRSCHEINLICHKEIT

- altersspezifische ~:

Wahrscheinlichkeit dafür, daß eine Person, die genau x Jahre alt ist, das Alter x+s erreicht (s = 1,2,...).

- einjährige ~:

Wahrscheinlichkeit dafür, daß eine Person, die genau x Jahre alt ist, x+1 Jahre alt wird.

Da diese Wahrscheinlichkeiten für die Geschlechter unterschiedlich sind, werden geschlechtsspezifische Überlebenswahrscheinlichkeiten ermittelt. Siehe Sterbetafel, Sterbewahrscheinlichkeit.

UNTERHALTSKONZEPT

Konzept zur Erfassung der Bevölkerung nach den überwiegenden Quellen des Lebensunterhalts. Die Bevölkerung wird unterteilt in Personen mit überwiegendem Lebensunterhalt durch

  • Erwerbstätigkeit,
  • Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe,
  • Rente, Pension, Vermögen u. dgl.,
  • Unterstützung durch Angehörige.

Nach diesem Konzept werden zur Erwerbsbevölkerung nur die Personen mit überwiegendem Lebensunterhalt durch Erwerbstätigkeit gerechnet. 

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V

VERHÄLTNISZAHL

Quotient von statistischen Kenngrößen: Beziehungszahl, Gliederungszahl, Meßzahl.

VOLKSZÄHLUNG

1987 abkürzende Bezeichnung für die Volks-, Berufs-, Gebäude-, Wohnungs- und Arbeitstättenzählung vom 25.05.1987.

VOLKS- UND BERUFSZÄHLUNG

Bestandsaufnahme der Bevölkerung; insbesondere werden für jede Person Geschlecht, Alter, Familienstand, Beteiligung am Erwerbsleben sowie Art des überwiegenden Lebensunterhalts, erlernter Beruf und Stellung im Beruf erfaßt. Wird häufig - zusammen mit der Gebäude- , Wohnungs- und Arbeitsstättenzählung - als Volkszählung bezeichnet. Die Volks- und Berufszählung 1987 fand im Rahmen der Volks-, Berufs-, Gebäude-, Wohnungs- und Arbeitsstättenzählung vom 25.05.1987 statt.

VOLKS-, BERUFS-, GEBÄUDE-, WOHNUNGS- UND ARBEITSSTAETTENZÄHLUNG VOM 25.05.1987

Vollerhebung, in deren Rahmen u. a. der Bevölkerungsstand (siehe Volks- und Berufszählung) ermittelt, Angaben über den Bestand an Wohnungen und die Struktur der Wohnungen (siehe Gebäude- und Wohnungszählung) sowie über Zahl und Größe von Arbeitsstätten (siehe Arbeitsstättenzählung) erhoben wurden.

VOLLERHEBUNG

Erhebung, bei der die zu erhebenden Merkmale bei allen interessierenden Einheiten erfragt werden (z. B. Volkszählung). Syn.: Totalerhebung. Siehe Stichprobe.

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W

WANDERUNGEN

Wohnungswechsel von einer Gemeinde in eine andere. Wanderungen innerhalb des Bundesgebietes bezeichnet man als Binnenwanderung, Wanderungen über die Grenzen des Bundesgebietes hinaus als Bundesaußenwanderungen. Siehe Abwanderungen, Zuwanderungen.

WANDERUNGSDEFIZIT

Siehe Nettowanderung.

WANDERUNGSRATE

Mit 1000 multiplizierter Quotient aus der Nettowanderung und dem durchschnittlichen Bevölkerungsstand; Höhe der Nettowanderung je 1000 Einwohner.

WANDERUNGSÜBERSCHUSS

Syn. für Nettowanderung.

WOHNBEVÖLKERUNG

Bis 1982 in der amtlichen Statistik verwendeter Begriff, nach dem im Gegensatz zum Begriff der Bevölkerung berufstätige oder in der Ausbildung befindliche Personen mit mehr als einer Wohnung der Wohnbevölkerung derjenigen Gemeinde zugeordnet wurden, von der aus sie ihrer Arbeit oder Ausbildung nachgingen.

WOHNUNGSZÄHLUNG

Siehe Gebäude- und Wohnungszählung.

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Z

ZIFFER

Quotient aus einer Bewegungsgröße und derjenigen Bestandsgröße, die die Bewegungsgröße hervorbringt, meist mit 1000 multipliziert (z. B. Geburtenziffer). 

ZUWANDERUNGEN

Anzahl der Personen, die sich in einem regional abgegrenzten Gebiet (Gemeinde, Bundesland, Bundesgebiet) anmelden, ohne bereits dort gemeldet zu sein. Syn.: Zuzüge.

ZUZÜGE

Syn. für Zuwanderungen.

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